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Erregerwissen

Rindersalmonellose besitzt als Zoonose eine große Bedeutung, da sie nicht nur die Tiergesundheit, sondern auch die menschliche Gesundheit gefährden kann. Daher ist bereits der Verdacht einer Infektion oder Erkrankung beim Rind laut Tiergesundheitsgesetz anzeigepflichtig.

Häufig treten Infektionen mit dem an das Rind adaptierte Serovar Salmonella (S.) Dublin und dem bei allen Tierarten und beim Menschen vorkommenden Serovar S. Typhimurium auf. Diese und viele weitere Serovare (wie S. enteritidis, S. Goldcoast, S. London) können Rinder infizieren und klinische Erkrankungen bei Kälbern und adulten Tieren hervorrufen. Von Bedeutung sind auch latent infizierte Träger und Dauerausscheider ohne klinische Erscheinungen. Die verschiedenen Salmonella-Serovare lassen sich klinisch nicht differenzieren.

Infektion

Salmonellen werden vor allem mit dem Kot ausgeschieden, eine Ansteckung erfolgt dann durch die Aufnahme der Salmonellen über den Magen-Darm-Trakt. Eingeschleppt werden Salmonellen in die Bestände oft durch unerkannt infizierte Tiere, kontaminierte Futtermittel, Personen, Fahrzeuge oder auch Haus- und Wildtiere.

Verbreitung

Alle amtlich festgestellten Ausbrüche werden im Nationalen Tierseuchennachrichtensystem erfasst und jährlich durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) ausgewertet und in dessen Tiergesundheitsjahresbericht veröffentlicht. Auch Informationen zur regionalen Verteilung der auslösenden Salmonella-Serovare sind dort zu finden. Vor allem S. Dublin tritt in bestimmten Regionen wie Niedersachsen und Schleswig-Holstein vermehrt auf, wohingegen Infektionen mit S. Typhimurium in ganz Deutschland diagnostiziert werden. Die bei einem Salmonellenausbruch isolierten Erreger sollten zur genauen Typisierung an das Nationale Referenzlabor für die Salmonellose der Rinder am FLI gesandt werden .

Kind beugt sich zu Kalb herunterRindersalmonellose stellt eine gesundheitliche Gefahr für Mensch und Tier dar.